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Geführte Wanderungen
Themenwanderungen: Quellgebiet des Hachenbachs erkundet  (Von der Mündung bis zur Quelle Teil 2)  Rund 65 Teilnehmer hatten sich bei herrlichem Spätsommerwetter am Samstag den 18.09.2010 zum zweiten Teil der geführten Wanderung von der Mündung bis zur Quelle des Hachenbachs eingefunden. Ortsbürgermeister Jörg Schreiner war erfreut auch etliche Wanderer aus den umliegenden Orten begrüßen zu dürfen. Unter der Führung von Volker Bauer startete die Wanderung an der Eselsbrücke im Antestal. Dort erfuhren die Teilnehmer wie viele Mühlen es früher im Tal gab und wo sie einst standen. Außerdem wurde der historische Hintergrund des Eselspfades erklärt. Die nächste Station war die Antesmühle, wo am Originalschauplatz vom Raub des Schinderhannes im Januar des Jahres 1800 berichtet wurde. Der jetzige Besitzer der Antesmühle, Klaus Bock, informierte die Gruppe dann über die Arbeitsweise seiner Vorfahren. So wurde in der Mühle nicht nur Getreide gemahlen, sondern eine zeitlang auch Leinen gewebt.  Der Weg führte weiter über Sienhachenbach an den dortigen Dorfbrunnen. Hier las die 9 jährige Leonie Willmar die Geschichte "Was ein alter Dorfbrunnen erzählt" aus dem Jahre 1957 vor. Fast glaubte man der Brunnen könne reden, entsprechend groß war der Beifall für den Vortrag. An der Wüstung Oberhachenbach erzählte dann Karl-Heinz Schmidt aus der Sienhachenbacher Geschichte. Dort gabelt sich der Bach in die beiden Zuläufe Hachenbach und Kleebach. Nach einer Getränkepause ging es dann weiter auf den Truppenübungsplatz an die Wüstung Stenzhornerhof, wo unterhalb des 500 Meter hohen Hammelskopfes die Quelle des Hachenbachs entspringt. Hier an der Wasserscheide zwischen Nahe und Glan verlief einst die alte Römerstrasse von Mainz nach Metz. Bei den Erläuterungen zu Geschichte und Topografie des Truppenübungsplatzes zeigten sich die Wanderer beeindruckt vom Schicksal der 4000 einstigen Bewohner des Platzes.              Das Geheimnis um die eigentliche Quelle war jedoch noch nicht ganz gelüftet. Denn der Kleebach ist der stärkere Zulauf und somit die eigentliche Quelle. An der Wüstung Neuhof war schließlich das Ziel erreicht. Unweit dieses ehemaligen Hofes entspringt oberhalb der Panzerringstrasse die Quelle des ca. 13 km langen Bachlaufs. Am Ende des 4-stündigen Marsches bedankte sich Wanderführer Volker Bauer bei den Teilnehmern für das große Interesse an diesem Thema. Zum Abschluss wurde an der Eselsbrücke bei Speis und Trank noch lange über diesen ereignisreichen und schönen Tag diskutiert. Von der Mündung bis zur Quelle (Teil 1) Am Samstag, den 12.06.2010 fand in Schmidthachenbach der erste Teil einer Wanderung entlang des Hachenbachs statt. Die ca. 45 Teilnehmer, erfreulicherweise auch viele Kinder, trafen sich um 14.00 Uhr unterhalb der Burgruine Naumburg in Bärenbach. Nach einer kurzen Begrüßung durch Ortsbürgermeister Jörg Schreiner übernahm der Leiter der Wanderung, Volker Bauer, das Kommando und führte die Wandergruppe an die Nahemündung. Bauer wusste sehr viel geschichtliches zu berichten und forderte immer wieder, besonders die Kinder, mit geschickt eingebauten Rätseln zum aktiven Mitmachen auf. Die Gruppe wanderte weiter dem Bachlauf entlang und wurde von V. Bauer mit Informationen zum Bachlauf sowie mit einem historischen Streifzug durch die Geschichte bestens versorgt. Immer wieder wurden Berichte des Pfarrers Hillenbrand von 1785 vorgelesen, der in besonderer Weise Land und Leute in originellen Texten beschreibt, was von den Wanderern mal schmunzelnd, mal nachdenklich aufgenommen wurde. Nach ca. 2 Stunden erreichte die Wandergruppe die Lambachpumpe in Schmidthachenbach. Den interessierten Zuhörern erläuterte Werner Arndt vom Förderverein Lambachpumpe gerne die Technik dieser 1911 errichteten Pumpe. Sie basiert auf dem Prinzip Wasser fördert Wasser und stellt ein Unikat dar, da derartige Pumpen stets nach den besonderen Gegebenheiten der Einsatzstelle konstruiert und errichtet wurden. Nach einer kleinen Stärkung wanderte die Gruppe weiter Richtung Eingang des Antestals wo V.Bauer weitere interessante Geschichten zu erzählen wusste und übergab im Diebslocher Graben das Wort an Sebastian Henrich, der die Geschichte vom "Diebslocher Henrich" erzählte - alle hörten gespannt zu.   Nach einem weiteren Halt am Bach wusste Burkhard Baus über die Kostbarkeiten der Tier- und Pflanzenwelt entlang des Baches zu berichten. Über Krebse, Molche, Kormorane und Fischreiher wurde berichtet. Durch menschliches Eingreifen kann hier das Gleichgewicht der Natur sehr leicht durcheinander geraten. Dann war nach 4 Stunden endlich das Ziel- die "Eselsbrücke" - erreicht, wo Andreas Bomm und Jörg Schreiner mit kalten Getränken und Gegrilltem bereits die Wandergruppe erwarteten. Ein Dankeschön an alle Helfer.   Die Gruppe war sich einig ein "rundum gelungener Tag" .
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Klaus und Elfriede Bock präsentieren ein handbesticktes Stück Leinen des damaligen Müllers Michel Horbach aus dem Jahre 1801.
Leonie Willmer erzählt die Geschichte: "Was ein alter Dorfbrunnen erzählt"
Karl-Heinz Schmidt erzählt aus der Sienhachenbacher Geschichte
Volker Bauer mit der Wandergruppe an der Quelle des "Hachenbachs" angekommen
Auf der Brücke an der Grenze Schmidthachenbach / Bärenbach
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